Pressemitteilung

Presseinformation vom 28. August 2007

Erster Bauabschnitt auf der Obermühle fertig gestellt.

Der erste große Bauabschnitt der Umbauarbeiten auf der Obermühle ist nahezu fertig gestellt. Das ehemalige Mühlengebäude wurde während der Bauzeit innen komplett entkernt und anschließend neu aufgebaut. Der größte Teil der Arbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude wurde von ortsansässigen Firmen ausgeführt und erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Für die sehr zeitaufwendige Entkernung und die vielfältigen Arbeiten rund um die Baustelle waren zusätzlich noch bis zu vier angestellte Arbeiter der Obermühle im Einsatz.

Der baubiologische Innenausbau gehörte ebenso zum Konzept der Bauherren wie die alternative Energieversorgung mit der zurzeit größten privaten Erdwärmeanlage in Rheinland Pfalz. Die Nutzung von Wasser und Sonne zur Stromgewinnung ist im nächsten Bauabschnitt geplant. Bei den speziellen Anforderungen der alten Gemäuer waren von allen Beteiligten Erfindergeist, Flexibilität und gute Nerven gefragt. Aus diesem fruchtbaren Zusammenwirken ist ein harmonisches Ensemble entstanden, dem man ansieht, dass es Zeit hatte, zu wachsen. So sind moderne Konzepte der bautechnischen Gestaltung mit traditionellen Elementen harmonisch verbunden worden.

Die Geschichte der Obermühle geht zurück auf das Jahr 1745. Damals hat der Kurfürst Karl Theodor dem ersten Müller Bartholomäus Mischon die Erlaubnis gegeben zum Bau auf der oberen Neumühle, daher der Name Obermühle. Seine Familie betrieb die Mühle bis ins Jahre 1821 als Konzessionsbetrieb. In diesem Jahr wurde die Obermühle von der Gemeinde Hassloch an Philipp Jakob Mischon übergeben. Unter verschiedenen anderen Eigentümern wurde auf der Obermühle bis ca. 1937 der Mühlenbetrieb aufrechterhalten. Dann zog 1938 die Familie Fritz Becker in die Mühle. Während des Zweiten Weltkrieges war zeitweise eine Schuhfabrik hier untergebracht. Von 1973 bis 2003 betrieb die Familie Decker hier einen Reiterhof mit Landwirtschaft und Feriengästen. Vor nunmehr vier Jahren hat dann die Grundstückgesellschaft Obermühle das Anwesen erworden. Gesellschafter dieser Gesellschaft sind Ann und Dr. Klaus Bockslaff, Tatjana Hof und Thomas Götz.

Die zukünftige Nutzung der über 1000 qm Nutzfläche des Mühlengebäudes ist sehr stark auf den Dienstleistungs- und Beratungssektor ausgerichtet. Im Schwerpunkt richtet sich das Centrum Obermühle auf Dienstleistungen aus, die sich im weitesten Sinne um Gesundheit in all ihren Aspekten und damit letztlich um Lebensqualität drehen. Für Beratung, Therapie, Training oder Schulung stehen neben den Praxisräumen zusätzlich ein Seminar- und Schulungsbereich zur Verfügung, den das Centrum Obermühle für ihre eigenen Schulungen nutzen, der aber auch angemietet werden kann.

Seit Mai 2007 hat die Ergotherapiepraxis von Tatjana Hof und Thomas Götz ihr zuhause auf der Obermühle gefunden. Die 10 Angestellten der Praxis arbeiten in unterschiedlich großen Räumen und nutzen für ihre therapeutische Arbeit auch die Außenanlagen, hier vor allem die Pferde für das therapeutische Reiten. Die Therapiepferde stehen in der früheren Pferdepension, die übernommen und weiter geführt wird.

Ann Bockslaff bietet mit ihrer «Streitschule» ein umfassendes Kommunikationstraining, sowie andere Seminare und Schulungen, als auch Paar – und Einzelberatungen an. Die Schweizer Unternehmensberatungsfirma «Verismo» von Dr. Klaus Bockslaff nutzt die Konferenzräumlichkeiten der Obermühle für Workshops mit ihren deutschen Kunden. Schließlich bleibt noch Platz für Wohnungen der Gesellschafter, sowie weitere Mietwohnungen.

Beherbergung oder Bewirtung gehören nicht zum Angebot der Obermühle, auch wenn dass bislang der am meisten genannte Wunsch der treuen Radfahrer, Fußgänger und Sportler war, die den Baufortschritt am Obermühlweg fachmännisch begleitet haben.

Bei dem Centrum Obermühle handelt es sich um ein privat finanziertes Projekt, das von einer privaten Grundstücksgesellschaft betrieben wird. Der Denkmalschutz war ein ständiger Begleiter, der in zahlreichen Sitzungen seine vielfältige "Anregungen" einbrachte. Namhafte Fördermittel hat die Grundstücksgesellschaft aber nicht erhalten.

Insgesamt schauen die heutigen Gesellschafter auf der Obermühle mit grosser Zuversicht auf die weitere Entwicklung an diesem historischen Ort. Mit der privaten Initiative wurde ein bedeutendes Gebäude Hasslochs aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und sein Bestand gesichert. Die vergangenen 262 Jahre seines Bestehens waren vor der jetzigen Restaurierung an ihm nicht spurlos vorübergegangen. Jetzt ist an diesem historischen Ort neues Leben und Arbeiten eingezogen.

Weiterführende Links:

Die Pressemitteilung vom 28.8.07 als PDF-Dokument